Akupunktur

Mit der Akupunktur (lateinisch: acus = scharf; punctus = Stich) lassen sich Schmerzzustände therapieren sowie Zyklus- und Blutungsstörungen effektiv behandeln.

Bei der Akupunktur werden spezielle Nadeln in genau festgelegte Akupunkturpunkte gestochen. Durch die Nadel wird eine kleine Verletzung verursacht, deren Reiz über Nervenfasern weitergeleitet wird.

Bei der Endometriose kann die Opioidproduktion und -ausschüttung des Körpers stimuliert werden. Durch Beeinflussung der Endorphinspiegels (Endorphin = körpereigener Eiweißstoff mit schmerzstillender Wirkung) kommt es zu Veränderungen in der hormonellen Steuerung des Eierstockes.

In der klassischen Akupunktur werden silberne und goldene Nadeln verwandt. Für jedes Organ sind drei Punkte von Bedeutung:

1. ein Punkt zur Kräftigung des Organs
2. ein Punkt zu seiner Beruhigung
3. ein Punkt, um die Funktion anzuregen und zu regulieren

Die silberne Nadel dient der Beruhigung, die goldene der Stärkung.

Akupunkturtherapie der Endometriose

Folgendes Schaubild zeigt einige Möglichkeiten von Akupunkturpunkten zur Behandlung der Endometriose:

Acupuncture pressure points for Endometriosis
MP 12 am Symphysenrand, 5 QF lateral der Medianlinie
KG 4 2 Daumenbreiten cranial der Symphysenmitte
KG 7 Daumenbreite unterhalb des Nabels
LG 4 zwischen Dornfortsätzen der 2. und 3. LWK
Di 4 höchste Erhebung des M. adductor pollicis bei an den Zeigefinger angelegten Daumen
BI 31 im 1. Foramen sacrale
BI 32 im 2. Foramen sacrale
BI 33 im 3. Foramen sacrale.

Akupunkturtherapie der Endometriose