Anschlussheilbehandlung

Die Anschlussheilbehandlung (AHB) erfolgt im Anschluss an eine stationäre Behandlung im Akutkrankenhaus. Sie wird in der Regel durch den Sozialdienst des Krankenhauses eingeleitet und organisiert und innerhalb von 14 Tagen nach der Krankenhausbehandlung angetreten. Sie wird in speziell zugelassenen AHB-Kliniken durchgeführt. Für gynäkologische Erkrankungen sind dies:

  • 06905 Bad Schmiedeberg

  • 08645 Bad Elster

  • 23909 Ratzeburg

  • 32105 Bad Salzuflen

  • 36129 Gersfeld

  • 65307 Bad Schwalbach

  • 88339 Bad Waldsee

Voraussetzungen

Es gelten speziell definierte Indikationen und Voraussetzungen. Wenn diese gegeben sind, bedarf es keiner vorherigen Kostenzusage durch den Kostenträger. Für 'Gynäkologische Krankheiten und Zustand nach Operation' lauten Indikation und Voraussetzung:

"Zustand nach erweiterten vaginalen oder abdominalen Operationen"
"bei kompliziertem Verlauf (z.B. Peritonitis, intraabdominale Infiltrate, Abszesse und/oder Harninkontinenz)"

Weitere Möglichkeiten, die eine AHB erforderlich machen könnten, wären z. B.

  • multiple peritoneale Aussaat von Endometrioseherden

  • ausgeprägter Adhaesionssitus mit aufwendiger Adhaesiolyse

  • Wundheilungsstörungen

  • Eingriffe am Darm

  • erhöhter intraoperativer Blutverlust

  • Zweiteingriffe zur Wundrevision o. ä.

  • postoperative Blasenentleerungsstörung

  • Lagerungsschäden

  • postoperative neurogene Probleme

  • erheblicher Erschöpfungszustand nach mehreren Operationen in kurzer Folge

  • entzündliche Komplikationen

  • und andere intra- und postoperative Komplikationen

Bei Zweifel, ob eine Indikation gegeben ist, kann der Krankenhausarzt die Indikation telefonisch mit dem Reha-Arzt klären (der Sozialdienst verfügt über die Telefonnummern).

Der Sozialdienst des Akuthauses schickt den AHB-Antrag an die AHB-Klinik und vereinbart mit dieser den Aufnahmetermin. Der ärztliche Befundbericht wird mit 25,20 € vergütet.

Weitere Angaben finden Sie unter: