Bäderkunde (Balneotherapie)

Die Bäderkunde oder Balneotherapie ist eine Therapieform mit jahrtausendealter Tradition.

Bei der Behandlung der Endometriose nach einer Operation hat die Balneotherapie eine große Bedeutung.

Durch lokale Wärmebehandlung wie Kurzwellen, warme Heilbäder und vaginale Moorapplikationen (VagimoranR 45°C über 30 Minuten) kann versucht werden, nach Operationen entstandenes Narbengewebe aufzulockern.

Torfanwendungen werden seit Ende des 18. Jahrhunderts eingesetzt bei:

  • schmerzhaften Regelblutungen

  • Ausbleiben der Regel

  • Entzündungen im kleinen Becken

Zur Anwendung gelangt Badetorf, mit dem man in einem Torfvollbad die beste aggressive Wärmetherapie erreichen kann.

Heilschlämme werden meist in der Form von Salzwasserschlicken in norddeutschen Küstengebieten eingesetzt.

Fango ist ein Heilquellenschlamm, der mit Paraffin versetzt auch zum mehrmaligen Gebrauch angeboten wird.

Bei der Soletherapie wird eine 4%ige Solelösung verwendet. Um einen thermischen Effekt zu erzielen, kann die Temperatur auf 40°C gesteigert werden. Eine milde Hyperthermie (Steigerung der Körpertemperatur?) lässt sich damit bei einer Anwendungszeit von 15 - 20 Minuten erreichen.

Kohlensäurebäder führen ebenfalls zu einer vermehrten Durchblutung der Haut und können somit aufgrund der Gefäßerweiterung in der Haut zu einer Blutdrucksenkung führen.

Dem Torfbreibad wird bei gleichzeitig bestehender Sterilität die beste Wirkung zugeschrieben. Es wirkt krampflösend und fördert die Peristaltik (deutsches Wort?) der Eileiter sowie den Strom der Endolymphe (dito) und soll dadurch sogar leichte Verklebungen an den Einleitern lösen können.