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Amenorrhoe

Amenorrhoe nennt man das Ausbleiben der monatlichen Regelblutung.

Von der (sehr seltenen) primären Amenorrhoe spricht man, wenn bei einem Mädchen bis zum 16. Lebensjahr keine monatliche Regelblutung eintritt. Es kann sich hierbei um eine Entwicklungsstörung der Geschlechtsorgane handeln, deren Behandlung nur vom Facharzt vorgenommen werden kann.

Im Rahmen einer Magersucht (siehe Anorexia nervosa) bei jungen Mädchen bleibt die Regelblutung häufig aus. Gründe hierfür sind auf körperlicher Ebene das durch die Essensverweigerung nur geringe Körpergewicht und auf psychischer Ebene vermutlich die unbewußte Abwehrhaltung des jungen Mädchens gegen das „Frau-Werden". Eine Therapie sollte immer beide Ursachen behandeln, also aus Kalorienzufuhr + Psychotherapie bestehen.

Sind nach einer mehr oder weniger langen Zyklustätigkeit die Regelblutungen länger als 4 Monate ausgeblieben, spricht man von einer sekundären Amenorrhoe.

Physiologische (also „normale") Gründe hierfür können sein:

  • Schwangerschaft,
  • Stillzeit,
  • Wechseljahre.

Als Krankheitszeichen kann eine sekundäre Amenorrhoe

  • Ausdruck einer Funktionsstörung des Eierstocks sein.
  • Auch eine Zerstörung der Gebärmutterschleimhaut durch Infektion oder durch eine Ausschabung kommen in Frage.
  • Desweiteren können ein allgemeiner Versorgungsmangel, Kummer und seelische Belastung, Erschöpfungszustände und starker Streß zum zeitweiligen Ausbleiben der Menstruation führen.
  • Wird die Antibabypille nach längerer Einnahme abgesetzt, kann ebenfalls eine Amenorrhoe auftreten. Meist jedoch normalisiert sich der Zyklus nach einiger Zeit von allein. Ist dies nicht der Fall, sollte ein Frauenarzt zu Rate gezogen werden.