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Angstzustände

Grundsätzlich ist Angst für den Menschen ein wichtiger Schutz- und Abwehrmechanismus bei erkennbarer Gefahr.

Als krankhaft werden Angstzustände erst gewertet, wenn sie stark übersteigert und für den Patienten selbst schwer zu ertragen sind.

Diese Angstzustände treten meist scheinbar grundlos auf, ein konkretes Objekt für die Angst ist nicht mehr ausmachbar. Frauen sind von Angstzuständen häufiger betroffen als Männer, und gerade in den Wechseljahren leiden Frauen häufig unter sehr bedrängenden Angstgefühlen, die teilweise auf die nachlassende Hormonproduktion teils aber auch auf ein Gefühl der Leere und des Unausgefülltseins zurückzuführen sind.

Körperliche Zeichen bei Angstzuständen sind häufig

  • Unwohlsein,
  • Herzjagen,
  • Schweißausbrüche,
  • schnelles Atmen,
  • Zittern und
  • evtl. gesteigerter Blutdruck.

Die verschiedenen seelischen Leiden wie Depressionen, Psychosen oder Neurosen sind häufig von Angstzuständen begleitet. Mit Beruhigungsmitteln (Psychopharmaka) sollte man Angstzustände höchstens akut überbrücken. Eine Heilung ist hiermit nicht möglich. Verschiedene Arten von Psychotherapien können versuchen, die Hintergründe der Ängste aufzudecken und sie evtl. zu bewältigen. Phobien (unverhältnismäßig starke Angst vor speziellen Dingen, beispielsweise engen Räumen oder Fliegen) sind evtl. mit einer Verhaltenstherapie überwindbar. Durch allmähliches Gewöhnen an die angstauslösenden Zustände soll die Phobie beherrscht werden können.