Glossary


Schwangerschaft
(oder Gravidität)

Die Begriffe Schwangerschaft und Gravidität und bezeichnen den Zustand der Frau von der Empfängnis bis zum Eintritt der Geburt.

Der Zellhaufen, der sich in wenigen Tagen aus der befruchteten Eizelle gebildet hat, nistet sich ca. am 7. Tage in die Gebärmutterschleimhaut ein. Es entwickelt sich die Plazenta und die Eihäute, die die Fruchtblase bilden, in der das Embryo - ab dem 4. Monat Fötus genannt - geschützt schwimmt und heranwachsen kann. Über die Nabelschnur ist das heranwachsende Kind mit dem Mutterkuchen verbunden und wird auf diese Weise ernährt.

Nach dem Ende der ersten drei Schwangerschaftsmonate, der sogenannten Embryonalzeit, sind alle Organe in der Anlage bereits vorhanden.

In der Embryonalphase ist das werdende Leben besonders stark durch schädigende Einflüsse gefährdet.

  • Insbesondere Nikotin, Alkohol und Medikamente sollte die Schwangere in dieser Zeit möglichst gar nicht konsumieren.
  • Auch bestimmte Infektionen (z. B. Röteln und Toxoplasmose) können in der Embryonalzeit besondere Schädigungen setzen.
  • Auch Streß und Sorgen der Mutter können sich ungünstig auf das werdende Leben auswirken. Soweit umsetzbar, sollte jede Schwangere belastende Streßsituationen und übermäßigen körperlichen Anstrengungen aus dem Wege gehen.

Man weiß heute, daß das Kind im Mutterleib erstaunlich vieles aus der Umwelt aufnehmen kann. So kann es Licht und Dunkelheit voneinander unterscheiden und Geräusche (z. B. Stimmen) wahrnehmen.

Jede Schwangere sollte unbedingt regelmäßig die Schwangerenvorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Nur so lassen sich mögliche Risiken erkennen und therapieren.

Zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche beginnt sich der Bauch der Schwangeren vorzuwölben und die Schwangerschaft wird somit auch nach außen hin sichtbar. Im Laufe der Schwangerschaft sollte die Frau je nach Größe des Kindes ca. 10 bis 13 kg zunehmen.

Als wichtigen Punkt in der Schwangerschaft erleben viele Frauen das Erspüren der ersten Kindsbewegungen. Dieses Ereignis findet meist in der 18. bis 20. Schwangerschaftswoche statt.

Physiologischerweise beträgt die normale Schwangerschaftsdauer ca. 40 Wochen. Da sich der Tag der Befruchtung nicht immer sicher ausmachen läßt, legt man den Berechnungen den ersten Tag der letzten Menstruation zugrunde.

Im Fetalstadium, also ab der 13. Schwangerschaftswoche, setzt ein enormes Wachstum ein und die angelegten Organe reifen aus. Um die 25. Schwangerschaftswoche steht der obere Gebärmutterpol in Nabelhöhe, gegen Ende des 8. Monats hat er seinen Höchststand unter dem Rippenbogen erreicht.

In den letzten Wochen vor dem Geburtstermin kommt es gelegentlich zu sogenannten unkoordinierten Wehen, bei denen sich die Gebärmutter zusammenzieht.

Setzen die Wehen heftiger und regelmäßig ein, so beginnt in Kürze die Geburt.