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Ultraschall

Aus der modernen Medizin sind Ultraschalluntersuchungen wie auch Ultraschalltherapien nicht mehr weg zu denken. Im gesamten Gebiet der inneren Medizin, in der Neurologie, in der Augenheilkunde und auch in der Gynäkologie hat sich das Ultraschallverfahren - auch Sonographie genannt - einen festen Platz erorbert.

Treffen die von einem Sender ausgeschickten Ultraschallwellen auf einen Widerstand (bei medizinischen Untersuchungen auf die Grenzfläche zwischen verschiedenen Organen und Strukturen im Körper) , so werden die von diesem teilweise reflektiert, d. h. zurückgesandt. Ein Empfänger nimmt diese reflektierten Ultraschallstrahlen auf, und ein Rechner „übersetzt" dieses Schallmuster in ein Bild.

In den letzten Jahren hat sich die Ultraschalltechnik sehr stark weiterentwickelt, so daß es möglich ist, immer feinere Strukturen sichtbar zu machen.

Wird eine Ultraschalluntersuchung bei einer Schwangeren vorgenommen, so netzt der Arzt zunächst den Bauch der Schwangeren mit einem Spezialgel. Dann „tastet" der Arzt den Leib der Schwangeren mit dem sogenannten Schallkopf ab, der gleichzeitig Sender sowie Empfänger der Ultraschallwellen ist, ab und kann zusammen mit der Schwangeren auf einem Monitor die Bilder betrachten, die der Rechner aufgrund der erhaltenen Schallfrequenzmustern erstellt. Auf diese Weise kann eine Mutter also ihr Kind schon vor der Geburt auf dem Bildschirm „sehen", was sehr viele Frauen als freudiges Ereignis erleben. Der Arzt kann aus den sich ergebenden Bildern Rückschlüsse auf das Alter des Ungeborenen und den voraussichtlichen Geburtstermin ziehen, er kann evtl. körperliche Mißbildungen und vielleicht auch das Geschlecht des Kindes feststellen.

Im Rahmen jeder Schwangerenvorsorge werden mindestens zwei Ultraschalluntersuchungen gemacht; die erste Untersuchung meist in der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche, die zweite in der 30. bis 35. Schwangerschaftswoche. Im Ermessen des Arztes liegt die Anordnung weiterer Ultraschalluntersuchungen, die bei besonderen Gefährdungen, Risikoschwangerschaften oder unklaren Befunden nötig werden können.

Ultraschall gilt als weitgehend gefahrlos. Der Beweis, daß durch Ultraschall nicht doch Veränderungen an menschlichen Zellen auftreten können, steht jedoch aus.