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Adnexitis

Unter einer Adnexitis versteht man die Entzündung der sogenannten Adnexe, also des Eierstockes und des Eileiters.

Symptome einer Eileiterentzündung:

  • heftige Unterleibsschmerzen,
  • meistens Fieber,
  • große Berührungsempfindlichkeit in der Gegend der Eierstöcke und Eileiter.

Fast immer (in ca. 95% der Fälle) beginnt die Erkrankung als Eileiterentzündung, Eierstock oder sonstige Umgebung im kleinen Becken werden erst bei schwerem, langwierigem Krankheitsverlauf miteinbezogen. Hat die Entzündung vom Eileiter auf den Eierstock übergegriffen, entsteht ein sehr schweres Krankheitsbild. In den meisten Fällen liegt bei geschlechtsreifen Frauen eine sogenannte „aszendierende" Entzündung vor, das bedeutet, daß die Erreger über Scheide und Gebärmutter in die Eileiter gewandert sind. (Interessanterweise kommt dies bei intaktem Jungfernhäutchen so gut wie nie vor.)

Ein erhöhtes Risiko für eine aszendierende Infektion besteht

  • während und kurz nach der Menstruation,
  • nach einer Fehlgeburt,
  • nach einem Schwangerschaftsabbruch,
  • nach einer Geburt
  • und beim Tragen von Intrauterinpessaren.

Ein erhöhtes Risiko für eine aszendierende Infektion besteht auch, wenn sich durch eine Störung des sauren Milieus der Scheide die Keime dort gut vermehren können.

Bei Schmerzen im Unterleib sollte immer möglichst bald ein Arzt aufgesucht werden, um eine mögliche Eileiterentzündung möglichst im Frühstadium zu erkennen und zu therapieren. Je später die Entzündung nämlich bekämpft wird, desto häufiger ist mit Komplikationen und Folgen zu rechnen. Zum einen kann die Eileiterentzündung auf Ovar und sonstige Strukturen im kleinen Becken übergreifen, zum anderen können Verwachsungen und Verklebungen des Eileiters daraus resultieren, was eine dauernde Sterilität oder auch die Neigung zu Extrauterinschwangerschaften zur Folge haben kann.