Glossary


Akne

Viele Faktoren können zur Entstehung einer Akne beitragen. Am häufigsten sind jedoch hormonelle Umstellungen, die die Talgdrüsen der Haut (vor allem im Gesicht, auf der Brust, am Rücken und im Nacken) zur verstärkten Talgproduktion anregen. Es bildet sich ein Talgpfropf, der die Poren verstopft und sich an der Luft schwarz färbt. Diese schwarzen Talgstellen bezeichnen wir als „Mitesser". Unter dem Talgpfropf können sich Keime gut vermehren, bis schließlich eine Entzündung entsteht. Diese zeigt sich in Form der typisch rot angeschwollenen Knötchen und eitrigen Pusteln

Besonders häufig kommt es zur Akne im Rahmen der Pubertät bis etwa zum 25. Lebensjahr. Manche Frauen bekommen aber auch im höheren Alter noch regelmäßig mit der Monatsblutung akneartige Hauterscheinungen. Auch diese haben in hormonellen Schwankungen ihre Ursache.

Liegt eine Veranlagung zur Akne vor, so kann auch Aufregung einen frischen Akneschub auslösen. Negativ wirkt sich auch eine zu „süße" Ernährung - insbesondere viel Schokolade - aus. Auch fette Speisen sollten gemieden werden. Auf dem Weg über die Darmflora haben hingegen Hefepräparate häufig einen positiven Einfluß.

Auf keinen Fall sollte man an den Pickeln und Pusteln herumdrücken. Dies führt zur Keimverschleppung, und im ungünstigsten Fall kann man je nach Lage des Pickels (insbesondere Oberlippenbereich) Komplikationen bis zu Gehirnthrombosen damit heraufbeschwören.

Verschiedene Kosmetikserien können die Akneentstehung bremsen: Die regelmäßige Entfernung der Talgpfröpfe nach Hautreinigung kann die Ausbreitung der Keime darunter verhindern. Eine regelmäßige und langanhaltende Behandlung muß hierbei durchgehalten werden. Rasche Erfolge sind eine Seltenheit. Gute Erfahrungen wurden mit vielwöchigen Behandlungen mit Vitamin-A-Säure gemacht, die auf die entzündeten Hautgebiete eingerieben werden muß. Auch bei durch Akne vernarbten Hautstellen wird Vitamin-A-Säure häufig mit Erfolg eingesetzt.

Die medikamentöse Behandlung der Akne mit östrogenbetonten Antibabypillen oder mit sogenannten „Aknepillen" ist sehr erfolgversprechend. Als starke Hormonpräparate können Sie aber zu erheblichen Nebenwirkungen führen und bleiben somit nur sehr schweren Fällen vorbehalten.