Homöopathie

Die Homöopathie soll die Entwicklung von körpereigenen Selbstheilungskräften unterstützen.

Der Grundsatz der Homöopathie lautet:

'Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden'

Zu diesem Zweck werden Substanzen, von denen bekannt ist oder angenommen wird, sie könnten bei gesunden Menschen der Krankheit ähnelnde Symptome hervorrufen, in starker Verdünnung verabreicht.

Fraglich ist, ob eine homöopathische Therapie die Ausbreitung von Endometrioseherden verhindern kann. Zur Linderung der Beschwerden kann die Homöopathie auf jeden Fall eingesetzt werden. Drei Arzneimittel sind besonders in Betracht zu ziehen:

  • Borax

  • Salpetersäure (Acidum nitricum)

  • Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Borax

Die Verwendung von Borax käme für Frauen in Betracht, die Angst vor lauten Geräuschen wie Donner und vor Bewegungen nach unten zeigen.

  • Die Regelblutung wäre kräftig mit membranösen Anteilen, die Zyklen entweder kurz oder stark verzögert.

  • Bei schmerzhaften Regelblutungen wären die Schmerzen kneifend, kolikartig, bis in den Magen und ins Kreuz ausstrahlend.

  • Vaginaler Ausfluss wäre eiweißartig, quarkähnlich und meist Folge einer Pilzerkrankung.

  • Hautrisse der Brustwarze und Milchabsonderung wäre teilweise zu beobachten.

Salpetersäure (Acidum nitricum)

Eine Therapie mit Salpetersäure kommt für Frauen in Frage, die unter großer Schwäche leiden, oft verärgert sind und zu Wutausbrüchen neigen.

  • Häufig weisen die Schleimhäute schwere offene Entzündungen auf.

  • Schmerzen werden oft als stechend und brennend beschrieben, so, als ob ein Fremdkörper oder Splitter gespürt würde.

  • Bei einer Darm-Endometriose kommt es zu Darmblutungen mit "Splitterschmerz", beim Geschlechtsverkehr werden ebenfalls stechende Schmerzen empfunden.

  • Scheidenausfluss ist dünn, scharf, blutig und oft in Verbindung mit Wundsein.

Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Frauen, die sich verfolgt fühlen, das Gefühl haben, etwas Lebendiges im Bauch zu haben bzw. 'gläsern' zu sein, könnten von einer Lebensbaumtherapie profitieren.

  • Sie vertragen feuchtes Wetter schlecht und verspüren eine Verschlimmerung der Beschwerden bei Feuchtigkeit.

  • Die Regelblutung ist entweder spärlich und verzögert oder stark und zu früh. Bei schmerzhaften Blutungen ziehen die starken Schmerzen meist in den linken Eierstock (Ovar) oder/und in die linke Leiste.

  • Diese Frauen neigen zur Bildung von Warzen, Feigwarzen (Kondylomen) und schwammartigen Hauttumoren.

  • Scheidenausfluss ist reichlich, dick, grünlich.

Zusätlich können Mangan und/oder Kupfer und Pflanzenextrakt (1 x 1 Zäpfchen jeden 2.Tag) verabreicht werden, sowie:

  • in der ersten Zyklushälfte: Urtinktur (unverdünnt), Schwarze Johannisbeere, Himbeere, Brombeere, Schachtelhalm und/oder Wildes Stiefmütterchen 2 x 40 Tropfen pro Tag;

  • in der zweiten Zyklushälfte: Urtinktur Steinsamen, Frauenmantel, Schafgarbe, Mönchspfeffer und Hydrastis 2 x 80 Tropfen pro Tag;

  • während der Menstruation: Urtinktur Gemeiner Fischfänger, Wilder Jasmin, Grießwurz, Hamamelis, Beinwell, Schlüsselblume, Himbeer-Alkohol-Lösung 3 x 100 Tropfen pro Tag.

Alle Präparationen sollten vor einer Anwendung individuell ausgetestet werden.