Hormonelle Behandlungen

Medikamente, die auf den Hormonhaushalt wirken, beeinflussen die Endometrioseherde. Für die hormonelle Endometriosebehandlung stehen in Deutschland Gelbkörperhormone (Gestagene) und GnRH Analoga zur Verfügung.

Wann können diese Substanzen eingesetzt werden?

Vor einer geplanten Operation

Die hormonelle Behandlung soll zur Rückbildung der Endometriose führen und Endometriosezysten verkleinern, um das Ausmaß der Operation und operationstechnisch nicht zu vermeidende Verletzungen der Organe zu reduzieren, die Operation technisch zu erleichtern und ihre Dauer zu verkürzen. Die Eingriffe sind praktisch immer laparoskopisch (Schlüsseloch-Chirurgie) möglich und die verminderte Durchblutung nach medikamentöser Vorbehandlung vermindert den Blutverlust.

Nach einer Operation

Obwohl alle mit dem Auge sichtbaren oder tastbaren Veränderungen nach erfolgreicher Operation komplett entfernt sein sollten, gibt es klare Gründe für eine Nachbehandlung: Untersuchungen haben gezeigt, dass in der Umgebung von entfernten Endometrioseherden mikroskopisch kleine Absiedlungen verbleiben und aktiv weiter wachsen. Damit erklärt sich, weswegen die Endometriose nicht komplett beseitigt werden und es zum Wiederaufflackern kommen kann. Um dies zu verhindern, kann eine hormonelle Behandlung nach einer Operation angezeigt sein.

Kombiniert in der Drei-Phasen-Therapie:

Erste Phase: Operation

Zweite Phase: Medikamentöse Therapie

Dritte Phase: Operative Nachkontrolle

In der zweiten Phase können Gelbkörperhormone oder GnRH-Agonisten über einen Zeitraum von 3 - 6 Monaten eingesetzt werden.

Information zu den einzelnen Hormonpräparaten finden Sie in folgenden Unterabschnitten: