Pflanzliche Medikamente

Bei krampflösenden und damit auch schmerzlindernden Arzneipflanzen ist zwischen der Behandlung akuter Schmerzzustände und einer vorbeugenden Behandlung zu unterscheiden. Dies gilt auch für Unterbauchschmerzen und Menstruationsbeschwerden.

Zur Behandlung akuter Regelschmerzen werden gewählt:

  • Anwendungen mit definierten Pflanzeninhaltsstoffen wie Alkaloiden ;

  • teilweise synthetisch hergestellte Stoffe wie Butylskopolamin;

  • gerinnungshemmende Stoffe wie die Acetylsalizylsäure. Frühzeitig und niedrig dosiert eingenommen (beispielsweise 3 x 100 mg am ersten Tag der Periodenblutung) hat sie sich zur Linderung von Menstruationsbeschwerden bewährt. Sie wird aus den Zweigrinden verschiedener Salixarten, wie der Weide, gewonnen.

Um leichten Menstruationskrämpfen vorzubeugen ist die Einnahme der pflanzlichen krampflösenden Mitteln noch vor Eintritt der Blutung notwendig. Zu den vorbeugenden Mitteln gehören Schafgarbenkraut und Gänsefingerkraut, die als Tee verordnet werden können.

Hinzu kommen Kombinationspräparate, um die Neigung zu Schmerzen vor und während der Regelblutung abzubauen. Neben der lokalen Wärmeanwendung können Belladonna, Kamille und Magnesium-phosphoricum sowie Viburnum opulus in Tabletten- oder Tropfenform erfolgreich eingesetzt werden.