Reha-Antrag

Das Antragsverfahren ist der reguläre Zugangsweg für Patientinnen, die nicht die Voraussetzungen für eine Anschlussheilbehandlung erfüllen.

Der Reha-Antrag wird von der Patientin gestellt. Der Arzt erstellt einen Befundbericht. In der Regel sind die Rentenversicherungsträger (BfA oder LVA) zuständig. Eine Reha kann gegebenenfalls aber auch über die Krankenkasse bewilligt werden

Antragsformulare können bei der BfA (Tel. 030-865-1 oder per Internet), bei der zuständigen LVA oder bei den Krankenkassen angefordert werden.

Die Kostenträger entscheiden über den Antrag und wählen in der Regel die Klinik aus, wobei weniger die Diagnose (z. B. Endometriose) an sich entscheidend ist, sondern deren Relevanz für die Erwerbsfähigkeit, die 'Funktionsstörungen' und die resultierenden 'Beeinträchtigungen'.

Wichtige Tipps

Eine Reha dient nicht dazu, eine Erkrankung im akutmedizinischen Sinne kurativ zu behandeln oder lediglich eine intensivierte Erholung zu ermöglichen. Sie soll die Auswirkungen einer chronischen Erkrankung minimieren mindern und aus der Erkrankung resultierende Funktionsstörungen oder Beeinträchtigungen beheben: Daher ist es wichtig, diese Funktionsstörungen und Beeinträchtigungen im Reha-Antrag hervorzuheben.

Hilfreich für eine Genehmigung ist, wenn der Arzt befürchtet, dass aufgrund der chronischen Erkrankung die Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit bedroht oder vermindert ist.

Eine psychische Beeinträchtigung (z. B. in Form eines psychophysischen Erschöpfungszustandes, einer depressiven Verstimmung oder einer psychosomatischen Mitbeteiligung) sind zwar ebenfalls hilfreich, um die verschiedenen Aspekte der Erkrankung darzustellen, sollten aber nicht überbetont werden (z. B. Nennung als 1. Diagnose), wenn eine Reha in einer gynäkologischen Abteilung gewünscht wird, da ansonsten seitens der Kostenträger eine psychosomatische Reha vorgesehen werden könnte.

Falls eine Reha abgelehnt oder eine andere als die gewünschte Klinik bewilligt wurde, empfiehlt es sich Widerspruch einzulegen, wodurch die bisherige Entscheidung oft noch revidiert wird.

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