Therapie der Endometriose

Endometriose ist behandelbar. Verschiedene Therapieformen stehen zur Verfügung. Allerdings ist Endometriose eine chronische und wiederkehrende Krankheit: In vielen Fällen tritt sie nach anfangs erfolgreicher Behandlung wieder auf.

Individuelle Beratung und Behandlung
Therapieziel und Therapiewahl müssen an die Lebensumstände, Erwartungen und das Krankheitsbild der Patientin angepasst sein. So muss die Therapiewahl berücksichtigen, ob sie noch Kinder bekommen wollen und ob sie bislang keine Kinder bekommen konnten. Es gilt: Keine Therapie ohne umfassende Planung und Diagnose.

Tipp
Tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus. Gehen Sie ins Forum und kontaktieren Sie Selbshilfegruppen.

Bei der operativen Therapie werden die Endometrioseherde entfernt.

Die medikamentöse Therapie kann nur die Symptome angehen oder in den Hormonhaushalt eingreifen.

Hinzu kommen ergänzende Therapien wie Homöopathie oder Akupunktur.

Für viele Patientinnen ist Endometriose eine auch psychisch belastende Krankheit und eine ergänzende psychosomatische Behandlung ist oftmals sinnvoll und angeraten.

Therapiewahl

Die Endometriose ist eine chronische, immer wieder auftretende Erkrankung. Nur ein permanenter Entzug der stimulierend wirkenden Östrogene kann auf Dauer zur Beschwerdefreiheit und Rückbildung der Erkrankung führen.

Die Behandlungsmöglichkeiten können nur dann zu einem individuellen Behandlungsplan zusammengestellt werden, wenn

  • die Schmerzen, Beschwerden, Organfunktionsstörungen individuell erfragt und berücksichtigt werden,

  • Schweregrad, Aktivität und Lokalisation der Endometriose genau untersucht werden,

  • die Erwartungen, die die einzelne Endometriosepatientin an die Behandlung hat, genau bekannt sind.

Leitlinien und Ziel der Therapie

Um die Endometriosebehandlung zu verbessern, wurden in den 80er Jahren Behandlungsempfehlungen zur stadiengerechten Endometriosetherapie entwickelt. Sie berücksichtigen sowohl den Schweregrad, als auch die Lebensumstände der Patientin: Alter, Kinderwunsch, Familienplanung.

Therapieziel

Diese schweregradorientierte Behandlung hat dazu beigetragen, unnötige Gebärmutter-und Eierstocksentfernungen zu vermeiden. Ebenso helfen sie dem Arzt, das Therapieziel auf den Einzelfall auszurichten. Je nach Therapieziel, das z. B. Beschwerdefreiheit oder Erfüllung eines Kinderwunsches sein kann, sollte die Wahl bzw. die Kombination von operativer Therapie , medikamentöser Therapie und ergänzender Therapien vorgenommen werden.